Auf nach Erfurt?
2. Juni 2009 at 8:11 | In 13 Dinge nach Erfurt, 13Dinge, In die Runde geworfen | Kommentare sind deaktiviertTags: 13 Dinge nach Erfurt, Bibliothekartag 2009, Dresden, Erfurt, Irrtum
Offenbar war es zu naiv optimistisch von mir, zu denken, Mitfahrgelegenheiten von Dresden nach Erfurt und zurück gäbe es wie Sand am Meer. Mal schauen, ob ich mich noch blicken lassen kann. Heute muss ich eh erstmal arbeiten.
Also gut
14. Mai 2009 at 21:29 | In 13Dinge, Web 2.0 | Kommentare sind deaktiviertTwitter und ich, wir haben uns getrennt. Es lag sicherlich am mir, weniger an ihm, dass es nicht funktionierte. Er forderte viel Aufmerksamkeit, mehr, als ich ihm geben konnte. Mehr, als ich zu geben bereit war. Da sind andere, die waren vor ihm da. Dieses Blog, das passiv-aggressiv seine Vernachlässigung zur Schau stellt. Der Google-Reader, der mir nur zu gerne an die hundert ungelesene Beiträge präsentiert, wenn ich zwei Tage keine Zeit für ihn habe. Und natürlich mein höchst geheimes Privatblog mitsamt seiner Blogroll, die mir schon seit langer Zeit meine etwas spärlichen sozialen Kontakte ein bisschen erweitert.
Also haben wir die Sache beendet. Ich weiß, er wird mich nicht vermissen, er wird von genügend anderen gefüttert. Ab und an werde ich ihn aus der Ferne betrachten und mich fragen, ob ich mir mehr Mühe hätte geben sollen. Das gehört zu Trennungen dazu, nehme ich an.
Musik, die aus den Ritzen zirpt
26. April 2009 at 9:28 | In Meine Meinung, Musik, Spaß in Bibliotheken | Kommentare sind deaktiviertVor einigen Tagen ging auf der AIBM-Mailingliste eine Anfrage ein, „ob es Erfahrungen mit der öffentlichen Wiedergabe von Musik in Musikbibliotheken“ gäbe. Der Betreff der E-Mail „Musikbeschallung“, legte die Annahme nahe, dass sich die Frage weniger auf von Bibliotheken ausgerichtete und in ihren Räumlichkeiten stattfindende Konzerte bezog, sondern vielmehr auf das Abspielen von Tonträgern über eine Musikanlage.
Würde ich erstere Variante als durchaus öffentlichkeitswirksam bewerten, erwarte und hoffe ich geradezu, dass Bibliotheken für letzteres eine eiskalte Abfuhr erhalten. Bibliotheken, sowohl Wissenschaftliche als auch Öffentliche, sind Orte des Lesens und Lernens — einzig unterscheidet sie die Zusammensetzung ihres Publikums und damit das Niveau der Lern- und Lesestoffe —, und so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Bedürfnisse an ihre Lernumgebung. Gerade Öffentliche Bibliotheken, die sich in als „soziale Brennpunkte“ eingestuften Gegenden befinden, sollten der Funktion als Lernort mehr Aufmerksamkeit schenken. Sie bieten, was viele Kinder daheim nicht haben: Tische, die nicht erst freigeräumt werden müssen, keinen lärmenden Fernseher im Hintergrund, keine streitenden Geschwister oder Eltern. Selbst wenn inzwischen festgestellt wurde, dass Musik beim Lernen durchaus unterstützend wirken kann, so ist es doch kaum möglich, den Geschmack und die Bedürfnisse aller zu treffen. Warum etwas probieren, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist?
Mag sein, dass die Tradition der Stille ein wenig angestaubt wirkt, doch wie die meisten Traditionen hat sie einen Sinn. Kaufhäuser und Supermärkte beschallen ihre Kunden, um sie bei Laune zu halten, ihnen die Zeit nicht lang werden zu lassen, sie zum Schauen zu animieren. Bibliotheken müssen in diesem Sinne keinen Umsatz machen und sie sollten es auch nicht versuchen. Bibliotheken sind Informationsdienstleister, was heute weniger das Liefern bedeutet, als das Selektieren. Bibliotheksbenutzer unterscheiden sich von Supermarktkunden unter anderem dadurch, dass sie sich nicht wegen der physischen Medien an die Bibliotheken wenden — von denen klar ist, dass sie sie nicht dauerhaft behalten werden — sondern wegen der darin enthaltenen Information. So kann es für eine Bibliothek ein größerer Erfolg sein, wenn ein Benutzer mit zwei, drei Kopien statt einem Dutzend Büchern nach Hause geht, denn zum einen ist der Benutzer zufrieden, zum anderen stehen die Bücher, die er nun nicht ausgeliehen hat, anderen Benutzern zur Verfügung. Um jedoch diese Selektion vornehmen zu können, braucht der Benutzer eine Umgebung, in der er sich konzentrieren kann, womit wir wieder bei der Lernumgebung wären.
Mir ist in meinen zwanzig Jahren als Bibliotheksbenutzerin nur eine Bibliothek begegnet, in der Musik spielte. Die Dame an der Verbuchung reagierte patzig, als ich mich dazu äußerte. Ich nehme an, für sie wurde die Bibliothek durch die Berieselung zu einer angenehmeren Arbeitsumgebung, und da weder die elektronische Verbuchung noch das Einstellen nach zig Jahren Berufserfahrung eine intellektuelle Herausforderung darstellen sollten, wird ihre Arbeit darunter auch nicht gelitten haben. Aber wenn der Thekenbereich nicht deutlich abgegrenzt ist von den Regalen und Benutzerarbeitsplätzen, sollte doch auch das Kofferradio während der Öffnungszeiten aus sein, würde ich meinen.
Die Baustelle in Köln
15. April 2009 at 9:06 | In Gedöns, In die Runde geworfen | Kommentare sind deaktiviertTags: Stadtarchiv Köln
Creezy weist darauf hin, dass das Werbebanner am Bauzaun ziemlich unpassend ist.
Anonym bloggen
4. April 2009 at 22:50 | In Mein Job, Web 2.0 | 11 CommentsDerzeit mache ich mir Gedanken, ob ich nicht allmählich mal meinen vollen Namen hier preisgeben sollte. Und ob und wie viel ich dann noch über meine Arbeit schreiben darf.
Den letzten Artikel jedenfalls habe ich vorsichtshalber schon mal auf privat gesetzt. Nirgends läuft alles perfekt, das ist klar. Aber überall versucht man, das zu vertuschen. Und ich würde den Job ungerne wegen eines unvorsichtig formulierten Blogbeitrags verlieren.
Ich bin hin und weg
28. März 2009 at 23:18 | In In die Runde geworfen, Spaß in Bibliotheken | Kommentare sind deaktiviertTags: Bibliotheksblog, FU Berlin
Nicht nur durfte ich an der UB der Freien Universität Berlin ein wirklich spannendes Praktikum machen und war schon damals begeistert von den Kursen für Informationskompetenz, die sie dort anbieten, und nun bloggen sie auch noch!
Uff
26. März 2009 at 20:16 | In Gedöns | 6 CommentsVier Wochen lang kaum zuhause, dann eine Woche Umzug und schließlich drei Wochen ohne privates Internet. Der Google Reader zeigt 1000+, obwohl ich bereits zig Abonnements abbestellt habe – das waren wohl die falschen. Und ich staune mal wieder, wie viel Zeit das Webzweinullen kostet.
Vom Entsorgen
4. März 2009 at 11:05 | In Geschehen, Meine Meinung | 2 CommentsTags: Stadtarchiv Köln
Beim Anblick des eingestürzten Stadtarchivs hatte ich Tränen in den Augen. So viele Schätze, die jetzt unter einem Haufen von Schutt liegen.
Ich frage mich, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, unter einem solchen Gebäude entlang einen Tunnel zu bauen und komme zu dem Schluss, dass es eine Frage von Prioritäten sein muss: Eine neue U-Bahn-Strecke ist viel wichtiger, kommt viel mehr Menschen zugute, als der olle Plunder, der in dem Archiv lag.
Wir leben nun mal in einer Wegwerfgesellschaft, Altes geht, damit Neues Platz hat. Was weg ist, ist weg und belastet nicht weiter, das sage auch ich mir jetzt, inmitten der Umzugsvorbereitungen. Simplify your life. Im Privaten ist das völlig legitim, für Fehlentscheidungen muss man in der Regel nur gegenüber sich selbst bzw. einem sehr eingeschränkten Personenkreis geradestehen.
Doch wenn öffentliche Einrichtungen entsorgen, sei es nun bewusst oder durch Unglücksfälle wie den gestrigen, zieht das weit mehr nach sich, denn das Entsorgte ist von unschätzbarem Wert. Unschätzbar im Wortsinne: Der Wert lässt sich nicht bestimmen. Es lässt sich kaum vorhersagen, ob etwas, das heute ein Fetzen Papier ist, nicht in zig Jahren als höchst wertvoll betrachtet werden wird — sei es im monetären, im ideellen oder im informationellen Sinne.
Dem sollte Rechnung getragen und kein Risiko eingegangen werden. Es sollte anerkannt werden, dass Unvorhergesehenes geschehen kann und aus bereits Geschehenem sollten Prinzipien abgeleitet werden, um Risiken zu minimieren: Keine Bibliotheken in Dachstühlen, keine Bauarbeiten unter Archivgebäuden. Selbst wenn am konkreten Ort keine Gefahr zu bestehen scheint. Wir können weder die Natur noch die Schwerkraft beherrschen, aber wir sollten sie auch nicht herausfordern.
Ende in Raten
28. Februar 2009 at 15:05 | In 13 Dinge nach Erfurt, 13Dinge, In die Runde geworfen | Kommentare sind deaktiviertTags: 13 Dinge nach Erfurt, 13Dinge, Bibliothekartag 2009, Job
Die 13 Dinge sind zuende gegangen, doch ich bin, wie einige andere auch, auch der Strecke geblieben. Bis ich die verpassten Lektionen nachholen kann, wird es ein Weilchen dauern.
Da ist der neue Job und die Einarbeitung, die ich nun doch vollständig alleine machen muss, weil es mit meiner Vorgängerin irgendwelchen Ärger gegeben hat, den ich nicht nachvollziehen kann und will. Da ist der Umzug, der in wenigen Tagen ansteht — von einer Stadt in eine andere, ohne eigenes Auto oder jemanden, der mich fahren würde. Ein Abenteuer für sich. Und da ist die Prüfung, zu der ich mich angemeldet habe — erst der Beginn des Endes meines Studiums, die Magisterarbeit habe ich nach hinten geschoben, das scheint mir sinnvoll angesichts meiner Prüfungsangst und meinem Hang zur Selbstblockade.
Trotz allem — für Erfurt werde ich mich die Zeit nehmen und verpasse diesem Artikel deshalb, dem Vorschlag von Lesekater den entsprechenden tag.
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